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LaBrassBanda
Das Ski-Tour 2008 Tagebuch in Wort und Film




PROLOG VOM KELLER STEFF "Schlien herrichdn am Chiemsee"





SKI-TOUR TAG 1

Auf gehts beim Schichtl - 1. Tag der Hals- und Beinbrechertour!


Gestern is losganga, nach einer harten Nacht in Linz samma ins Studio gfahrn und ham unser aufgepimptes Feierwehrauto belodn. Der Sepp und da Steff ham a wahnsinns Trennwand einebaut, die da Yossarian glei mit na greana Kuah verziert hod. Dazua a kloane Bühne hint drogn mit Lichterketten und Diskokugeln und vom Hans a neues Bordtelefon Baujahr 1928.
De zwoa Hornschlittn aufgschoit und auf zum Kneissl nach Kufstoa, wo uns da Altmoasta de oidn Brettln auf unsere grintign Schuah opasst hod. A boor vo uns is scho d..Muffn ganga, mit kantn is da ned vui.
Schau ma moi, wia heid as erste Training ausgeht....
Übrigens: heut spui ma umara halbe fünfe in St. Anton am Arlberg im Jennerwein!

HabediSki
die bandas







SKI-TOUR TAG 2

Jessas Maria! Aber mir ham überlebt!


Glei in da Fruah samma mitm Werner und mitm Flo, de uns de Skilehrer gamcht ham, aufn Berg nauf. Und weil mir uns nix denkt ham, samma glei amoi auf 2500 Meter auffegondelt. Drom ham de Leit ganz schee gschaut, wia mir in unsre Strickwesten und Lodenmäntel aufkreizt san. Alle hamm sa se aufgstellt und woitn uns losfahrn seng.
Aber glei auf die erstn Meter mit unsere antikn Brettl hat sich uns de bittere Wahrheit sauber eibrennt: der oid Eicher war da leichter zum fahrn.
nach den ersten sturzstudien ham sich dann ganz eigene Fahrstile herauskristallisiert:
An der Spitzn vom Feld fahrn da Yopssarian und da Sepp, wobei da Yossarian durch an leichten Münchner Schwung besticht, während da Sepp de bedächtige aber effektive Chiemgauer Bauchlage eisetzt.
Dann kimmt da Olli, der sich an ganz besondern Trick hat eifoin lassn: er wachselt während dem Fahrn mit seim Angstscheiss de Ski und kummt so schneller owa ois er eigentlich mecht.
Am Schluss vom Feld fahrn de zwoa Grazien, der "Nice and Slowly" Winbeck und Professore Hans, de sich in punkto Arschmark nix, aber aa gor nix schenkn.
De Winbeckin pflügt mit ihrm 15 Kilo Lodenmantel owa wia a oide Pistenraupn und erinnert doch recht an an Amtsrichter vo 1955.
Und da Hans lafft in punkto Langsamkeit da Winbeckin an Rang ab und war am Schluss bloss froh, dass er sein Jagerhuat sicher owabracht hod.
Völlig konkurrenzlos aba fahrt unser Bulldogfahrer Keller Steff mit einem sagenhaftn Harakiristyle, der selbst am Kunstskifahrer Werner de Tränen in de Augn treibt.
Unt okemma hamma dann sofort zwoa Spontankonzertl von unsriga Feierwehrautobühne gstart, und zwar vrom surfers paradise und bei da Kati am glühweinstandl.
Pfundig wars!
Und heit spui ma umara neune in der Garage an der Galzigbahn in St. Anton. Schaugts vorbei!

Habedieblauenfleckn,
eire bandas







SKI-TOUR TAG 3

Erster Verletzter - Garage gerockt


Nachdem sie aa boor beschwert ham, dass des boarische ned lesn kenna, hamma ma beschlossn, wieder in Hochdeitsch zum schreibn. miassts es eich hoid denga...
Es hat ja kommen müssn, da Hans hat sich gleich wieder als erster verletzt. Meniskuszerrung, hat der Doktor, der ein Schwager von unserm Hüttenwirt is, konstatiert. Er hats ganz konservativ und tirolerisch mit Vogelbeerschnaps behandelt. Der Hans war begeistert und meint, dass man den medizinischen Fortschritt in Österreich ruhig mal mehr thematisieren könnte.
Der heile Rest der Banda hat sich wieder auf die heissn Brettl gewagt und sich durch Eis und massenweis Neuschnee gepflügt. Fazit Keller Steff: "Es geht zwar ned besser als am Anfang, aber man gwohnt se dran."
Jetzt gewöhnt sich unser Bulldogfahrer erstmal an seine gestauchte Rippn.
Ein Sonderlob gebührt unserem Antoner Hüttenkoch, der uns ned nur ungalublich aufgefahren hat, sondern auch dem Hans einen Wahnsinns-Bremser auf dem Hornschlittn abgegeben hat.
Übergaupt ein riesiges Dankeschön an unsere Herbergsfamilie vom Anton! Gestern abend haben sie ihre Tiefgarage in einen richtigen Club verwandelt und das ganze Dorf war da!
Heut gibt..s eine neue Herausforderung: Unser Feuerwehrauto muss über den Arlbergpass, damit mir um vier in Laax in der Schweiz aufspieln können.

Habedieschneekettn,
eire bandas







SKI-TOUR TAG 4

Feierwehrauto entert Arlbergpass - Die Verrucktn erobern die Schweiz!


Nachdem wir in Rekordzeit mit nur einer Stunde Verspätung St. Anton verlassen hatten - es war ein tränenreicher Abschied vom Hans beim Koch und vom Rest bei der Glühweinkati - sind wir mit Anlauf und gegen alle Verbotsschilder auf den Arlbergpass hochgejagt. Wir sind sehr stolz auf unsern roten Renner!
Liechtenstein ham wir politisch korrekt umfahren und uns den Luxus einer Schweizer Autobahnvignette geleistet, keiner weiss warum....
Laax, unser Etappenziel, ist übrigens die Boarderhochburg und ein Freestylerparadies, also genau das richtige für unsere 50er Jahr Hölzer!
Nach einer Stärkung mit Gerstensuppe und Raclettebrot hamma dann die Legnabar geentert und nach anfänglicher Ungläubigkeit über unser Outfit doch Bergeisterung entfacht. Besonders gefreut ham mir uns über den "Hose", der eigentlich Mantel heisst, und extra wegen uns von Aschaffenburg nach Laax gefahren ist, und schon vor dem Auftritt zwei cd..s kaufen wollt. Da hat der Keller Steff fast den Glauben an die Welt verloren.
Dann ham wir noch einen kleinen Belastungstest mit unserem Feierwehrauto gemacht und wissen jetzt, dass ma mit 12 Personen und Sommerreifen durchaus einen schneebedeckten Hang rauffahrn kann. Wir sind so stolz auf unser Auto!
Jetzt fahr ma erst mal den Schorsch abholen, den der Sepp gestern im Zeltgestänge von der Bar vergessn hat und gehn dann mit de Ski auf 2200 Meter, weil mir dann da z..mittag im Snowpark aufspieln.
Für alle, die uns finden wollen: um 12.30 im No Name an der Bergstation
Crag Sogn Gion im Laaxer Skigebiet.

Habedikipfeli,
eire bandas







SKI-TOUR TAG 5

Höhenrekord: Konzert auf 2250 Meter - Wir entern die Halfpipe!


Endlich wieder ein bissl ausschlafen, unsere Energie ist wieder da! Und die brauch ma auch: Nach einem Gipfeli mit Kaffi muss der alte Hornschlittn mit Drumset, Bassamp und Hildegard beladen und zur Gondel geschleppt werden. Es wird sehr geschwitzt und unsere Thermo-Loden werden auf eine harte Bewährungsprobe gestellt.
Der tunesische Gondelchauffeur entpuppt sich als Meister der Bongos - die Band berät, ihn gegen den Yosi einzutauschen.
Von der Bergstation zur Hüttn gehts noch ein Stück bergab, und der Hornschlittn macht sich beinah wieder auf Talfahrt und ist nur mit vereinten Kräften zu bändigen.
Beim Hüttenkonzert besticht ein Kenianer als phänomenaler Dompteur der Hildegard - die Band berät, ihn gegen den Hans einzutauschen.
Wehrmutstropfen: Nice and Slowly Winbeck leidet an der Höhenkrankheit, gibt noch schnell in der Toilette seine Visitenkarte ab und nimmt die nächste Gondel gen Tal, gemeinsam mit Chefcutter Olli, dem an dieser Stelle mal besonderes Lob für seine, meist nachts produzierten, Filmchen gezollt werden soll.
Nach einem Kaffe Pflümli schwinden dann endgültig alle Hemmschwellen und der Rest der Band wagt sich mit den Hölzern in den Snowpark.
Nach etlichen mehr oder weniger geglückten Stunts vergessen Hans seinen Meniskus und Steff seine angeknackste Rippn, wobei sich der Hans auf den tiefschnee verlegt und dabei einen sauberen Hecht hinlegt, während Sepp, Yosi und der Bulldogfahrer die Halfpipe entern! So was hat man im Boarderparadies noch nie gesehn!
Allerdings sind wir uns jetzt sicher, dass der Schutzengel auf unserer Skitour mitfährt!
Ausklingen lassen wir den Tag dann bei einem leichten Käsefondue, da wir etwas auf unsere Linie achten und nicht so viel Fleisch essen wollen.
(Kassier Winbeck hat der Schlag getroffen)
Heute geht..s nach Innsbruck da spieln mir um 15 Uhr auf der Seegrubn (Bahnstation Sektion II). Schaugts vorbei!

Habediechäsfonduebüchli
eire bandas

P.S. Janine und Geli aus Hannover wollten unbedingt als Feuerwehrautopassagiere namentlich erwähnt werden. Bitteschön.







SKI-TOUR TAG 6

Unser Schlittn macht schon wieder 1500 Höhenmeter - Mit Feuerwehrauto in den Club reingefahren!


Die Desiree hat uns die Gipfeli ganz frisch aufgebacken, als ob sie geahnt hätt, was auf uns alles zukommt! Fast fünf Stunden Fahrt nach innsbruck, und das Auto stinkt irgendwie penetrant nach Käse..
Man stellt fest, dass ein Käsefondue nicht lang vorhält und stärkt sich unterwegs mit Liechtensteiner Landjäger und Spaghetti bolognese vom verrucktn Koch im Anton - das Feuerwehrauto braucht a bissl Pause nach dem anstrengenden Pass.
In Innsbruck darf dann unser grindiger Instrumentenschlittn in die hypermoderne Nordkettenbahn, wobei die Aufzüge zum Teil nicht der Hornschlittnnorm entsprechen. Die Stadt verspricht, bis zum nächsten Mal nachzurüsten und wir fahren mit dem Trumm Rolltreppe.
Die letzten 900 Höhenmeter machen wir mit einer Gondel mit einem informativen Ausblick auf die Abfahrtspiste Marke freier Fall. Das Bedauern, unsere Ski nicht mit hoch genommen zu haben, ist grenzenlos, vor allem beim Bulldogfahrer, der sich gern seine gebrochene Rippn haette massieren lassn.
Oben auf der Seegrubn erwartet uns ein saunettes Hüttenteam und ein unglaublicher Blick über Innsbruck. Die Handvoll Abenteurer, die sich oben versammelt haben, bestehen aus Briten, Amerikaner, Malteserinnen und einem Tiroler Stammtisch. Die Stimmung ist gelöst und wir erhalten Einladungen in die ganze Welt, aber vor allem in ein Schnitzelrestaurant in Indiana. Hans will mit dem Eicher hinfahrn, Yosi mit dem Planwagen, der Bulldogfahrer Keller Steff will Bedenkzeit.
Nach einem kleinen Imbiss mit Kaaspressknödel ("endlich wieder Kaas" (Hans) "I hob no nie sovui gfressn (keller steff> geht's mit der letzn Abfahrt runter.
Kurzfristig wird ein Gig im treibhaus ausgemacht und wir begeben uns mit Feierwehrauto und Benzinaggregat auf Ankündigungstour durch die Innenstadt. Vom Einparken auf dem Christkindlmarkt bie zum vollen Bandsound brauchen wir 15 sekunden.
Wir ernten totale Begeisterung und Morddrohungen.
Abends dann das Highlight: Wir können mit dem Spritzenwagen in den Club reinfahrn!!! Das ist ein Modell für die Zukunft. Das Treibhaus ist voll und wir spielen bis Mitternacht, sogar unser Höhenkranker kratzt seine letzten Reserven raus.
Noch nicht geklärt ist unsere Übernachtung, aber freundlicherweise nimmt uns die Heidi mit auf ihr Wahninns-Bauernsachl auf dem Brenner. Da fährt sie todemutig unser Feuerwehrauto hin, und zwar mit erstaunlichem Feingefühl. Die Band berät, sie gegen den Keller Steff einzutauschen.
Heut ist spielfrei. Wir machen jetzt eine Skitour mit Hanfstricken unter den Skiern und dann eine halsbrecherische nachtrodelfahrt in Söll.

Habediekufngwaxlt,
eire bandas







SKI-TOUR TAG 7

Skitour auf dem Brenner - Bulldogfahrer überlebt Höllenritt


Die Heidi weckt uns mit einem wunderbaren Frühstück. Das brauchen wir auch nach der harten Innsbrucker Nacht. Kurze Bestandsaufnahme: einige Schals werden vermisst, allerdings hat der Sepp ausnahmsweise mal nicht den Schorsch vergessen.
Da die Heidi eine Skitour-Führerin ist, haben wir schon wieder eine neue Herausforderung:
Der Hackstock wird ausgepackt und das Hanfseil angepasst, genauso wie..s uns der Hubert ganz am Anfang der Tour gesagt hat. Oder fast, weil die Seile schon nach 5 metern probelaufen schon wieder runtergerutscht sind. Allerdings stellen wir fest, dass unsere Skier einen so herausragend griffigen Belag haben, dass man die Stricke überhaupt nicht braucht....
Dann heisst es Abschiednehmen von der Heidi, aber freun uns schon auf den Sommer, wenn wir auf ihrer Gletscherhüttn im Stubaital aufschlagen.
Auf der Abfahrt vom Brenner läuft uns der Benzingenerator aus, leider auch auf die Lederhosn vom Hans. Sepp meint, jetzt riecht sie wesentlich besser.
In Söll erwartet uns der Flori von Kneissl, er will uns mit dem Hornschlittn die Nachtrodelpistn runterjagen - Yossarian ist begeistert.
Wir haben die Wahl zwischen Rennrodel uns hornschlittn, wobei sich letzterer als der Mercedes unter den Schlittn entpuppt und mit seiner ruhigen Fahrweise beim Mr. Nice and Slowly auf Zuneigung stösst.
Ein richtig hartes Duell liefern sich der Flori und der Bulldogfahrer, wobei der Flori den grad rastenden Steff von der Bahn katapultiert und ihn ungebremst den Steilhang runterschickt - ein oscarverdächtiger Stunt!
Heute werden Wunden geleckt: Die Winbeckin kuriert ihre Grippe aus, der Keller Steff seine gebrochene Rippn, der Hans seinen Meniskus. Aber es war..s wert!

Habedieblessurn,
eire bandas







SKI-TOUR TAG 8

Das Finale!







Wir danken dem Günter und dem Olli für die wunderbaren Filme,
die die beiden für das Ski-Tour-Tagebuch gemacht haben !!!

















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